Aus dem Geleit- und Vorwort

Wo geht die Reise hin?
Wo geht die Reise hin?

 Aus dem Geleitwort

 

„Die Wirklichkeit des Pflegens und Gepflegtwerdens kann aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. In der Regel sind dies für die beruflich Tätigen Wissensinhalte, für die Gesellschaft bleiben Skandale und Kostenfragen, für die Nutzer persönliche gute und schlechte Erlebnisse und Ergebnisse...

 

...Pflegen und Gepflegtwerden sind zunehmend Teile unseres Alltagslebens, kein Wunder, dass auch sie literarisch verarbeitet werden. Die narrative Form bündelt viele Aspekte, holt sie in die Alltagswelt und bringt sie überzeugend und verständlich «auf den Punkt».

So sind die hier versammelten Geschichten überraschend, anrührend und witzig – Tatsachen erscheinen in neuem Licht und sprechen die Leser persönlich an…“                                       Dr. Angelika Zegelin

 

 

 

Aus dem Vorwort

 

Neues aus Pflegeland» ist alles andere als ein auf die Idylle eines Legolandes getrimmtes Erzählbändchen, in dem alles seine Ordnung hat, und das von außen schön anzusehen ist.

In seinen Geschichten finden Sie, geehrte Leserinnen und Leser, Erfahrungen aus dem Beruf der Pflege auf den Punkt gebracht, ohne mit dem drohenden Zeigefinger darauf zu verweisen, wie überdenkenswert vieles in dieser Berufslandschaft noch immer ist und zukünftig sein wird.

Wir, die Autoren, sind auch meilenweit davon entfernt, sensationsheischende Nachrichten für die Öffentlichkeit zu transportieren, weil es in dieser Berufslandschaft angeblich immer um Tragik und Verstöße rund um das Leben mit dem Tod geht, wenn die Nachrichten einmal in den Fokus des Gesellschaftslebens geraten. Doch das wollen wir durchbrechen, denn es gibt mehr zu berichten aus dem Innenleben eines Krankenhauses, eines Heimes, des «Betreuten Wohnens», der ambulanten Pflegeeinrichtung, der Institutionen für dementiell erkrankte Menschen und der häuslichen Pflege.

Deshalb schildern wir die Menschen und ihr facettenreiches Leben: Lachen, Sehnsucht, Trauer, Visionen, Genuss, Hunger, Tragik und die Komik des Augenblicks eingeschlossen geben hier einander die Hand…   

… Wir haben versucht, manche unserer Erlebnisse so zu verarbeiten, dass aus ihnen Geschichten werden, deren Erfahrungen von den Lesern genutzt werden können.

So eignen sich die Geschichten auch für Pädagogen und Seminarleiter als Einstiege und als Fallbeispiele, für Gruppenarbeiten oder als Anschauungsmaterial in spezifischen Themenbereichen.

Weiterhin kann man diese Geschichten auch selbst lesen, darüber schmunzeln, seinen Kopf schütteln, laut lachen, weinen, sinnieren, weiterdenken, einfach verschenken oder in den Bücherschrank stellen, um hin und wieder darauf zurückzugreifen.

Wunderbar wäre es, auf diesem Weg von anderen Menschen zu hören, die ebenfalls ihre Erlebnisse aufschreiben und daraus Geschichten entwickeln, die aber noch nach einem geeigneten Präsentationsmedium suchen. Sie sind bei uns willkommen…“             Sommer 2008,  Matthias Bähr