Über das Schreiben an Schulen im Gesundheitswesen.

Vermeintliche Mauern verbergen die Durchsicht. Den Durchblick musst Du selbst finden. Scheue keinen Umweg. Aber gehe ihn.
Vermeintliche Mauern verbergen die Durchsicht. Den Durchblick musst Du selbst finden. Scheue keinen Umweg. Aber gehe ihn.

Schreibwerkstatt Kreatives Schreiben im Gesundheitswesen

 

Skizzierung des Projekts

 

Zielgruppe:

Studierende Höhere Fachschule (HF), Fachangestellte Gesundheit (FaGe), Fachangestellte Betreuung (FaBe),  Ergänzende Bildung (QV FaGe)

 

Ziele:

Bei diesem Projekt geht es um die Wahrnehmungsfähigkeit, die Sprachfestigung und Erweiterung des Sprachschatzes von Lernenden und Studierenden im Gesundheitswesen.

Aber auch um die Festigung der Persönlichkeit für das Berufs- und Privatleben.

 

Sinn und Zweck des Schreibens im Gesundheitswesen:

Der zukünftige Beruf der HF-Studierenden, der FaGe, FaBe und Ergänzenden Bildung ist ein wahrnehmender, denkender und kommunikativer Beruf geworden. Schreiben und der sprachliche Ausdruck ist zu einer wichtigen Schlüsselqualifikation geworden(Wahrnehmung und Beobachtung komplexer Situationen; das mündliche Weitergeben von Informationen innerhalb eines Rapports; das Aufschreiben des Wesentlichen in Form einer Dokumentation bzw. des Kardex. 

 

Gründe für eine Sprachförderung an Schulen/ Fachschulen im Gesundheitswesen:

Viele Studierende und in der Ausbildung stehende Menschen sind nur eingeschränkt in der Lage das aufzuschreiben, was sie wirklich beobachtet haben. Das hat ganz unterschiedliche Gründe, beispielsweise das Aufwachsen mit der Romanischen Sprache erfordert von einer Studierenden das Erlernen einer neuen Sprache, nämlich Schweizerdeutsch, um gleichzeitig in einer schulischen Ausbildung eine zweite Fremdsprache, das Hochdeutsch, lernen zu müssen oder als Migrant, der sich mehr schlecht als recht durch die Ausbildung quält, weil er in seinem Elternhaus nur seine Muttersprache reden kann aber nicht die angesagte Landessprache. Auch gibt es Eltern, die ähnliche Ängste gegenüber einer Schule haben, wie die Studierenden selbst. Frühere schlechte Schulerlebnisse komplettieren das Ganze dahingehend, dass immer mehr Studierende eine regelrechte Abneigung gegenüber der schriftlichen Sprache entwickeln. Und das wiederum nagt am Ego betroffener Menschen. Das Selbstwertgefühl sinkt und Ausgrenzungen sind oft vorprogrammiert. Schulkarrieren landen in einer Sackgasse.

 

Inhalte:

  • Schritt 1): Das Kreative Schreiben arbeitet mit unterschiedlichen künstlerischen Methoden, die das Erfassen der Sprache und deren Bedeutung über eine Wahrnehmungsschulung ermöglichen.

 

  • Schritt 2): Hier entstehen handlungsorientierte Produkte, die erst einmal die Schutzzone (Soziales Anliegen) des Kurses nicht verlassen (Arbeitsskizzen).

 

  • Schritt 3): Dann entstehen Geschichten von einzelnen Studierenden, die als Tagebuchaufzeichnungen gelten und in der Gruppe gelesen und besprochen werden (Persönlicher Schutzraum).

 

  • Schritt 4): Später entstehen Erzählungen, die auf der Homepage der Schule veröffentlicht werden (in der Gruppe gelesen, besprochen und publiziert).

 

  • Schritt 5): Danach eine Short-Story, die vom gesamten Kurs geschrieben wird (in der Gruppe gelesen, besprochen und danach publiziert).

 

  • Schritt 6): Der letzte Schritt ist ein Bildungszentrumsroman auf der Homepage der Schule (in der Gruppe gelesen, besprochen und danach publiziert). Weitere Schritte können daraus entstehen.

 

© Matthias Bähr, www.matthias-baehr.ch www.bgs-chur.ch