Lyrics

Spaziergangfotografien

Da waren sie, die
Alten Eichen ernährt aus
Jahrhundertalten Wurzelwerk und
Erzählten mit leisen knorrigen Ton aus alten Tagen.

Da stehen sie, die
Alten Eichen auf brachgeschlagenen Platz und
Murmeln über Hexentänze, schwarze Messen,
Händlergeschrei und den deftigen Gauklergesängen.

Da verharren zwei
Menschen und lauschen dem
Tiefen Eichenbaß zwischen Altweibersonne und
Einem übermütigen Wind, der staunende Gesichter wachpustet.

Da fegt ein
Hund über die Wiese und
Meint Mäuse fangen zu können die Schnauze
Taucht ein: Erdloch für Erdloch - Nagergekicher beseelt sein Tun.

Es blickt ein
Gesicht über die Brüstung eines Turms und
Ist Landschaft , ist vorsichtig herbstangemalter Wald, ist Wolkenschattenspiel über sanfte Hügel und ist blaue Unendlichkeit

Da sind sie, die

Konzertanten Vogelstimmen und
Der fliegende Übermut der Greife mit Argusaugen lüstern das
Zarte Gras entzweien, rechtzeitig für den Kaffeeklatsch, denn die Tafel ist noch nicht gedeckt.

Da sind sie, die

Eindrücke, abgespeichert in Kopf und Bauch - lebenslänglich und

Freuen sich, lachen, sind wärmende Erinnerung und
Machen Dich sooo stark und das gänzlich ohne Quark..

 

Copyright by Matthias Bähr

 


"Die Liebe ist wie der Mond." (Ein altes Sprichwort)

Den Mond spüren

Die Liebe steigt auf und geht, verändert

Ihr Gesicht stetig; Sie nimmt zu und

Nimmt ab, zeigt sich prachtvoll aber

Versteckt sich ewig in den Herzen. Sie wird

Unsichtbar und ist doch immer vorhanden.

 

Copyright by Matthias Bähr


Sollte ich je...

Sollte ich je das greise Alter erreichen, dann möchte ich

Noch aus offenen Fenstern blicken können.

Meine Augen sollen über Wälder und Berge streifen.

Auch Wolkenbilder müssen sie erspähen und durch

Büsche schauen, will ich mit meinem Augenspiel.

Und noch immer alle Sinne spüren.

Reden möchte ich noch können.

Mit Meinen Kindern, Enkeln, meiner Frau und Freunden.

`Will Immer ein Ich sein und ein nahes Du bei mir haben.

Meine Türe will ich schließen, wann ich es mag.

Das mit Dem Pinkeln müßte noch klappen.

Auch meine Zärtlickeiten Brodeln in mir ollem Vulkan.

Deshalb dann noch meine Liebste streicheln und sie mich wohl auch.

Alte Haut neu ergründen: Knittererotik.
Will frühstücken zu meiner Zeit und ab und an in den Kneipen hängen.

`Will weiterhin ein Bücherstöberer bleiben und Geschichten

Werde ich auch ewig erzählen...

Ebenso möchte ich ein Knallkopp sein, unverschämt rege,

Ein Sammler und Jäger des Lebens, spinnert spontan, weiblich und

Männlich ohne die zeitaufreibende schnell vergängliche Schminke.

Mein offenes Lachen sollte genügen und den

vermeintlichen Lebenssicherheiten mache ich

eine lange, lange Nase.

Kein Mensch wird mich mehr in

Meinen Verrücktheiten stören.

Ver -- rückt ?

Sollte ich jemals alt werden, dann ...

 

Copyright by Matthias Bähr


Den Herbst gerochen

Über dem Meer,
Dem Meer der Dächer,
Windet sich hoch ein Drache und
Erzählt vom Beginn Der Kartoffelfeuerschwaden,
Vom Beginn
Der waldigen Farbkastenzeit;
Dem windigen Eilzugtempo über
Rasierte Felder.
Erzählt von
Gebückten Gestalten,
Hinter Traktoren gezogenen Wagen.
Den gebratenen Erdfrüchten,
Unter kohlendem Kraut- und Astwerk.

Über den Dächern !
Im holperigen Wind !
Zeigt sich der Drache
Wachender Kindertage
Und erzählt.

Meine Jahresringe an.

 

Copyright by Matthias Bähr